Wörther See: Wellness mit Solarthermie...

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...und Panoramablick auf die Berge / Bilddatenbank
BilddatenbankWellness und Umweltbewusstsein wird in vielen Hotels am Wörther See in Kärnten groß geschrieben. Unterstützt von attraktiven Fördergeldern entstand im frisch renovierten Hotel Marco ein moderner Wellnessbereich, der nun sehr kosteneffizient mit einer solarthermischen Anlage von IMMOSOLAR beheizt wird.
„Andere reden über Ideen, Velden setzt sie um“, steht in einer Tourismusbroschüre der Stadt Velden, einer der bekanntesten Ort am Wörther See in Österreich. Seit 2004 nennt sich Velden „Klimabündnisgemeinde“, Ende April 2009 initiierte Velden zusammen mit klima:aktiv und dem Lebensland Kärnten Österreichs größtes e-Mobilitätsprojekt. Überall in der Stadt lassen sich nun elektrische Roller und e-Fahrräder mieten und an e-Tankstellen aufladen. Damit will die Stadt weiter bei klimabewussten Touristen punkten.
Vor allem die Hoteliers im Ort sind Nutznießer der aktiven Positionierung Veldens, die eine kaufkräftige und umweltbewusste Zielgruppe anspricht: „Unsere Gäste erwarten von uns allerbesten Service und achten zunehmend auch auf energiesparende Maßnahmen bei der Hotelauswahl“, weiß Anton Marko, Besitzer des Hotel-Restaurant Marko, das auf einer Anhöhe oberhalb des Wörther Sees in Velden steht. Im Herbst 2008 entschied sich Herr Marko, sein Hotel komplett neu zu renovieren. Es sollte ein moderner Wellnessbereich entstehen, also entschied sich Marko dafür, das Hotel um eine weitere Etage aufzustocken. In der obersten Etage entstand so ein kompletter Wellnessbereich mit Dampfbad, Sanarium, Sauna, Sanospa-Whirlwanne, Physiotherm Infrarotkabine, Klafs- Sonnenwiese, Fitnessraum und Massageraum mit Panoramablick auf Velden und die umliegenden Berge.
Ein neuer Wellnessbereich bedeutete aber auch, dass mehr heißes Wasser zur Verfügung stehen musste. Wie viele Hotels in Österreich, die von den derzeit attraktiven Zuschüssen des Landes und den Bundesländern für den Einsatz erneuerbarer Energien profitieren, setzte daher auch das Hotel Marko auf eine solarthermische Warmwasseraufbereitung. Denn das lohnt sich: Das Land Österreich übernimmt derzeit 30 Prozent der Investitionskosten für solarthermische Anlagen, weitere 10 Prozent übernimmt das Land Kärnten im Rahmen der Alternativenergieförderung. Damit genießen die Hotels in Kärnten eine Förderquote von 40 Prozent. Für Marko war daher klar, dass ein Großteil der Warmwasserbereitung solarthermisch erfolgen sollte.

51 qm Kollektorfläche und drei Pufferspeicher sorgen für eine hohe solare Deckung

Bei der Auswahl der Komponenten und der Umsetzung fiel die Entscheidung auf das international tätige Unternehmen IMMOSOLAR, das im gewerblichen Hotelbereich bereits viele Anlagen umgesetzt hat und damit die nötige Erfahrung mitbringt. Realisiert wurde die Anlage gemeinsam mit der lokal ansässigen Installationsfirma hwy-solar in Tamsweg. Inhaber Michael Hafner und seine Mitarbeiter montierten auf dem Dach des Hotels solarthermische Kollektoren mit einer Fläche von 51 m2. Zusätzlich zu den zwei bestehenden 1200 Liter fassenden Brauchwasserspeichern installierte hwy-solar drei 1500 Liter große Pufferspeicher. „Auf diese Weise lassen sich auch weniger sonnenreiche Tage problemlos überbrücken“, erklärt Stefan Zeiler, Projektleiter von IMMOSOLAR in Kramsach.
Damit die Pufferspeicher an warmen Tagen so intelligent wie möglich mit heißem Wasser von den Solarkollektoren beladen werden, setzt IMMOSOLAR den innovativen Energy Controler DN 32 ein. Mithilfe der Technologie lassen sich die Speicher nacheinander oder gleichzeitig in drei Temperaturebenen beladen. So wird in der ersten Ebene der Brauchwasserspeicher immer zuerst mit einer Temperatur von 55-60 Grad Celsius beladen. Die zweite Ebene versorgt den zweiten Pufferspeicher, die dritte Ebene den dritten Pufferspeicher. Hierdurch wird eine maximale Energieentnahme gewährleistet, welche die Solaranlage energieeffizienter macht als jede andere Art der solaren Energiegewinnung.
Die Anlage im Hotel Marko wurde Anfang Januar 2009 in Betrieb genommen. Stefan Zeiler, Projektleiter der Firma IMMOSOLAR erwartet eine solare Deckung der Warmwasserbereitung von etwa 75 Prozent. Reicht die Wärme von den Solarkollektoren nicht aus, wird mit einer Hackschnitzelheizung nachgeheizt. „Unseren alten Ölkessel brauchen wir wahrscheinlich nicht mehr“, freut sich Anton Marko. Das wirkt sich auch auf die Bilanz aus: Bei Investitionskosten für die Anlage von etwa 37.000 Euro übernehmen das Land Österreich und das Land Kärnten zusammen 14.700 Euro. Nach etwa acht Jahren sind die Investitionen amortisiert, in 25 Jahren spart die Anlage fast 110.000 Euro an Energiekosten ein. Ebenfalls sehr vorteilhaft: Da die Anlage gewerblich benutzt wird, kann sie natürlich auch steuerlich abgeschrieben werden, was wiederum die Bilanz verschlankt.
Ein gutes halbes Jahr nach der Inbetriebnahme der solarthermischen Anlage von IMMOSOLAR und der gleichzeitigen Eröffnung des Wellnessbereichs setzt sich Anton Marko gerne selber in den obersten Stock seines Hotels, schaut sich das Panorama auf Kärnten an und freut sich über die richtige Entscheidung, etwas für die Umwelt und auch für sein Geschäft und seine Gäste getan zu haben. Und vielleicht sieht er dann von hier oben ganz kleine Elektroscooter, die durch Velden sausen.